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Sandwood Bay – Schottland

Geschrieben von am 15. Dezember, 2011 mit 3 Kommentaren

Die Sandwood Bay ist eine der schönsten Buchten Schottlands und verdient mit dem zwischen der schroffen Steilkünste gelegen feinem und kilometerlangen Sandstrand, den vorgelagerten Dünen und der markant aus den Meer ragenden Felsnadel „Au Buachaille“ (Übersetzt aus dem galischen bedeutet der Name „Der Schäfer“) deshalb hier durch uns einer besonderen Erwähnung.

Erster Blick auf die Dünen der Sandwood Bay

Sandwood Bay selbst liegt an der äußersten Nordwestküste von Schottland und ist aufgrund einer fehlenden Straßenanbindung nur durch eine kleine Wanderung zu erreichen – möchte man also die Magie des Ortes in sich aufnehmen so muss man sich mit einem ca. 2 stündigen, jedoch wenig anstrengenden Fußmarsch anfreunden.

Der optimale Ausgangspunkt für einen Besuch des Sandwood Beach bietet das kleine Dorf Blairmore mit dem vom John Muir Trust eingerichteten und kostenlosen Parkplatz für Wanderer.


Größere Kartenansicht

Direkt am Parkplatz selbst startet dann auch der gut ausgebaute und leicht zu begehende Wanderweg in Richtung Sandwood Bay.

Die Wanderung selbst verläuft durch eine für Schottland typische Hochmoorlandschaft, welche hier und da mal optisch durch kleine Seen aufgelockert wird.

Wer etwas mehr Information bezüglich der Wegführung haben möchte kann sich diese auf den Seiten der Walkhighlands-Website anschauen und diese dort auch bei Bedarf als GPS-Track runterladen.

Erster Blick auf die Dünen der Sandwood Bay

Diese Abgelegenheit und die damit verbundene kleine Anstrengung bei der Anreise verhilft dem Ort seine Magie zu bewahren, denn hierdurch werden die Besucherzahlen offensichtlich deutlich in Grenzen gehalten.

So kann es einem dann auch passieren, dass man sich den Strand mal für einige Stunden nur mit den Naturgewalten uns sich selbst teilen muss.

Diese gespürt herrliche Einsamkeit ließ in uns eine Art „Robinson Crusoe“ Gefühl aufkommt – insbesondere auch daher, als dass wir auch die Nacht in der Salzwasserlagune verbringen wollten.

Wenn man in der Sandwoodbay übernachten möchte, dann sollte man sein Zelt nicht unbedingt windgeschützt inmitten der Dünnen aufstellen.

Denn der Vorteil eines windgeschützten Lagerplatzes hat sich offenbar auch bei den Mücken rumgesprochen und so kann es je nach Jahreszeit passieren, dass einem am Abend die aufgetankte Energie gleich wieder ausgesaugt wird.

Daher haben wir unser „Hotel Hilleberg“, mit grandiosen und unverbauten Meeresblick, direkt an die Dünnenausläufer am Strand aufgestellt.

Übernachtungsplatz mit 5-Sterne Ausblick am Strand der Sandwood Bay

Nachdem unser 5-Sterne Übernachtungsplatz eingerichtet war erkundeten wir bei einem Strandspaziergang ein wenig die Umgebung und genossen dabei die salzige schmeckende Meeresluft zusammen mit der ausstrahlenden Ruhe des Ortes.

Ein ganzer Strand nur in unserer Hand ...

Ein kleines Stück hinter den Dünnen erstreckt sich landeinwärts der Süßwassersee Sandwood Loch – er ist Teil des Sandwood Estate und für seinen reichhaltigen Forellenbestand bekannt.

Zurück am Strand erwartete uns schon die Abenddämmerung und wir konnten trotz der langsam aufkommenden Kälte einen herrlichen Sonnenuntergang am Horizont des Atlantiks genießen.

Abendstimmung mit Meeresrauschen ...

... zusammen mit der salzigen Luft des Meeres.

Kreuzfahrten kann man auch vom Strand aus genießen ...

Bevor der Cape Wrath Leuchtturm 1828 gebaut wurde, sind so mache Schiffsfracks an den Strand gespült worden und mit ihnen wohl auch einige Legenden. Noch heute liegen Schiffswracks tief im Sand vergraben und an stürmischen Nächten sollen angeblich schon Geister der havarierten Besatzungen am Strand gesichtet worden sein.

Au Buachaille - Der Schäfer steht wie eine Festung in der Brandung

Die Nacht bricht ein in der Sandwood Bay

Nun ja, unsere Nacht im Zelt verlief jedenfalls ohne besondere Vorkommnisse der dritten Art …

Wer jetzt wissen möchte wie herrlich es sich anfühlt mit dem Rauschen der Meeresbrandung einzuschlafen und morgens mit dem ersten Sonnenstrahlen an einem menschenleeren Stand aufzuwachen, den möchten wir hiermit einladen es uns gleich zu tun und somit die Magie des Ortes selbst zu spüren.

3 Kommentare

  1. Ferienplaner sagt:

    Hallo
    Bin auf der Suche nach Infos über Sandwood Bay auf deinen Bericht gestossen. Tolle Bilder! Aber ich dachte in GB sei wildes Campen nicht erlaubt… hatted ihr keine Probleme?
    LG

  2. Daniel sagt:

    Moin, Schottland ist eines der wenigen europäischen Länder in denen das „Wild Campen“ (wenn nicht explizit verboten) gestattet ist. Es gelten aber auch hier die üblichen „Verhaltensregeln“ wie beim skandinavische und alpenländische Jedermannsrecht. Wo Rechte sind gibt es also auch Pflichten und diese werden in Schottland über den „Scottish Outdoor Access Code“ geregelt.

    Vielen Dank für deine Anmerkung und Grüße aus Hamburg,

    Daniel

  3. Wolfgang sagt:

    Hallo,
    tolle Aufnahmen und ein interessanter Reisebericht. Ich war zweimal dort. 1974 und 1975. Es war traumhaft schön. Allerdings fand ich den Weg dorthin nicht so lang. Ich habe vor im nächsten Jahr noch einmal mit meiner Frau nach Schottland zu fahren. Auch Sabdwood Bay steht dann auf den Programm.

    LG
    Wolfgang

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