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McCarthy – Kennicott im Wrangell – St. Elias Nationalpark

Geschrieben von am 3. März, 2011 mit 5 Kommentaren

Ein einziges Foto von den Kupferhütten von Kennecott inspirierte uns für einen Tagesausflug in die Weiten des Wrangell – St Elias National Park und Preserve. Die Kleinstadt Glennallen ist für uns das Eingangstor in den Wrangell – St. Elias NP gewesen.

Das alte Hauptgebäude der Kupfermine

Glennallen besitzt alles um das Überleben auf diesem Flecken der Erde zu sichern – eine Post, ein Einkaufsladen, ein Hotel oder zwei, ein Campingplatz (National Forest) und einige Souvenirsläden, die von einer einzigen Verbindungsstraße zu erreichen sind.

Mit dem Busunternehmen „Backcountry – Connection“ über die einzige befahrbare Straße nach McCarthy zu kommen, dies ist unsere Idee gewesen. Die Telephonnummer in dem mitgebrachten Reiseführer ließ uns hoffen, denn in der Stadt selber hat niemand von dem Busunternehmen gehört.

Nach einer telephonischen Buchung vor Ort, hofften wir auf eine geglückte Transaktion und warten am nächsten Morgen zur vereinbarten Uhrzeit auf dem leergefegtem Parkplatz des einzigen Supermarktes im Ort.

Wir haben Glück und ein für alaskanische Verhältnisse gut ausgestatteter Kleinbus und seine aus New Orleans stammende Fahrerin holen uns wie vorher abgesprochen ab.

Die nächsten vier Stunden machten uns die Dimension in dieser Natur ein bisschen greifbarer. Unser Fazit jedoch war, dass man wahrscheinlich Jahre benötigt um diesen Flecken annährend kennen zu lernen.

Gesehen und gesehen werden ...

Die McCarthy Road, die sich auf der ehemaligen Eisenbahntrasse entlangzieht, über die ab Anfang des 20. Jahrhunderts das Kupfer von Kennicott nach Cordava transportiert wurde, begegnet uns einladend.
Die Natur ließ uns als Glückspilze erscheinen – ein Elch, der wie für ein Fotoshooting verabredet am Wegesrand steht, Schmetterlinge, die die kurzen Stopps in kunterbunte Momente verwandeln und Brücken, die von historischen Zeiten erzählen.

Willkommen in der Wildnis! Ja – wir fühlen uns wohl, trotz der Schotterpisten!

Kurz vor McCarthy parken wir, überqueren die relativ neuentstandene Fußgängerbrücke und machen uns auf Richtung dem ersten „Ghost Town“ auf. Nur noch wenige Meter trennen uns. Die Häuser haben ihre Außenfassaden behalten, innen konzentriert man sich auf den Tourismus. Flüge jeglicher Art, geführte Wandertouren, Souvenirs und manch eine Leckerei werden hier in McCarthy angeboten.

Der Patriotismus hat auch hier seine Spuren hinterlassen.

Entspannter Patriotismus ...

Richtung Kennicott nutzen wir den „Busshuttle“ da die Zeit knapp wird und die Kupferhütten auf uns warten. Die ca. 4,5 Meilen lange Strecke ist mit dem Bus schnell geschafft. Die Kupferhütten, die sich über dem Wrangell & Roots Gletscher an einem Berghang darbieten, haben ein bisschen was Unwirkliches – war es das was uns anzog?
Sie strecken sich gen Himmel und setzen sich so auch ab. Das leicht groteske Bild prägt sich uns unvergesslich ein.

Die alte Kupfermine in ihrer vollen Pracht ...

Wir nehmen die Atmosphäre der alten Bergwerksiedlung, der Kennecott Copper Corporation, auf und halten sie auch fotographisch fest. Danach machen wir uns auf einem Wanderweg in Richtung Wrangell und Roots Gletscher auf.

Blick aus und auf einem Nebengebäude der Kupfermine ...

Der Ausblick macht uns mal wieder die Dimensionen dieser grenzenlosen Natur bewusst, wir halten für einige Momente inne und nehmen diese in uns auf. Dies in Worte zufassen geht leider nicht, man muss es sehen und erleben.

Eindrucksvoller McCarty-Gletscher - jedoch rapide am Abschmelzen!

Wir verabschieden uns am Nachmittag und stellen nochmal fest, dass der Tagesausflug uns einen minimalen Einblick gewährt hat, der uns jedoch für Jahre träumen läßt!

Wir kommen wieder – keine Frage!

Unsere Empfehlung an Reiseführern für diese Region:

5 Kommentare

  1. marco sagt:

    Lieber Daniel
    Ich gehe Ende August nach Alsaka. Einen Besuch der Kupfermine Kennicott steht auch auf dem Programm. Bist du wirklich an einem Tag von Glennallen bis McCarty gefahren, hast die Mine angeschaut und nach einer Wanderung bist du wieder zurück nach Glennallen gefahren? Habe ich deinen Bericht falsch interpretiert? Was empfiehlst du?
    Bin dir dankbar um eine kurze Antwort
    Gruss Marco

  2. Daniel sagt:

    Hallo Marco,

    der Abstecher zur Kupfermine von Kennicott war ein kleiner Abstecher von unser geplanten Hauptroute und daher mussten wir den Besuch zeitlich leider auf einem Tage beschränken.

    Dieser eine Tag reichte aber für eine Besichtigung des Ortes, der Mine und der Wanderung zum Gletscher aus. Würden wir die Tour noch einmal machen, dann würde wir bestimmt 2-3 Tage dort verbringen wollen, um dann auch wirklich die Atmosphäre des Ortes aufzusaugen und von der Umgebung noch mehr sehen zu können.

    Fahr dort auf jeden fall hin – es lohnt sich!

    Ansonsten Mail uns doch mal deine bisherige geplante Route, vielleicht fallen uns dazu noch ein paar Tipps ein …

    Grüsse aus Hamburg,

    Daniel

    PS. Wir stellen die Tage noch eine neuen Artikel über Port Valdez und einer Kajaktour zum Columbia Glacier ein (muss man auch unbedingt gemacht haben 😉 )… schau einfach mal wieder vorbei.

  3. hanne sagt:

    Hallo Daniel,gerade haben wir unsere zwei geführten Hikes im Denali gebucht uns nach einem Guide für die Sheep Mountains von Haines J.aus umgesehen, und da finde ich den Bericht über Kennicott. Gefällt mir, hast Du toll dargestellt. Wir übernachten dort und wollen eine Gletschertour machen. Wir überlegen , ob wir die 8 km von Mc. Carthy bis zur Lodge laufen sollten. Aber es ist uns nicht so richtig geheuer wegen Bärenbegegnungen. Fährt der Shuttle hinter der Brücke zu bestimmten Zeiten oder muß man das buchen? Wir sind 3 Wochen in Alaska unterwegs, kommen von Seward, machen die große Runde über Whitehorse und wollen nach K. dann auch noch über Valdez fahren und dort übernachten, bevor es dann nach Anchorage geht.Wäre schön, von Dir zu hören. Grüsse aus Berlin von Hanne und Erhard

    • Daniel sagt:

      Hallo Hanne,
      die genauen Zeiten für das Shuttle habe ich nicht mehr im Kopf, jedoch fuhr das Shuttle ziemlich regelmäßig.

      Wir hatten bei der Ankunft Glück und mussten nicht groß warten. Und nachdem wir auf dem Hinweg die Strecke dann schon mal gesehen hatten sind wir den Weg dann ganz entspannt zurückgewandert.

      Zum Thema Bären und Wandern …

      Wir waren längere Zeit in Alaska unterwegs und haben in diesem Zeitraum die meisten Übernachtungen im „Bärenland“ im Zelt verbracht – viele davon in der Wildnis.

      Beim Wandern sind uns natürlich auch einige Bären über den Weg gelaufen, wenn man sich dabei an die Verhaltensregeln (stehen z.B. im Reiseführer) hält dann sind solche Begegnungen ehr ungefährlich.

      Das gefährlichste Tier dort draußen ist für mich der Wapiti-Hirsch wären der Brunftzeit – ich bin im Yellowstone mal von einem angegriffen worden. Das ist schon beindruckend wenn 350 kg Fleisch / Muskelmasse mit einem 2m Geweih voraus auf dich zu rennen …

      Also macht euch wegen der Bären mal keinen Kopf und genießt vielmehr solle tollen Begegnungen …

      Gute Reise und Gruß,

      Daniel

  4. Anna sagt:

    Hallo Ihr zwei! Bin gerade auf Eure Seite gestoßen und habe gelesen, dass Ihr Hamburger seid! Ich lebe auch in Hamburg und will im Sommer nach Alaska. EIgentlich verreise ich am liebsten auf eigene Faust, jedoch bin ich mir nicht sicher, ob es jetzt für eine Reise Ende Julli nicht schon zu spät ist (wegen der Buchungen z.B. bei den Bären am Brooks Camp). Wie weitim voraus habt Ihr gebucht? Kommt man mit drei Wochen aus? Was haltet Ihr von der Alaska Reise des Anbieters Wigwam (insbesondere Eure Einschätzung zu Preis-Leistung würde mich interessieren) http://wigwam-tours.de/trekking/nordamerika/alaska-trekking-wildlife.html. Und letzte Frage: Hättet Ihr Lust auf ein Treffen in Hamburg, bei dem ich Euch mit Fragen zu Eurer Reise löchern kann? Bin Mitte 30 und ein angenehmer Zeitgenosse. 😉 Das wäre mehr als wunderbar! Ich bin gespannt auf Eure Antwort und sende viele Grüße, Anna

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"Ihr könnt genausogut erwarten, dass die Flüsse rückwärts fließen, als dass ein Mensch, der frei geboren wurde, damit zufrieden ist, eingepfercht zu leben, ohne Freiheit, zu gehen, wohin er beliebt!"