Home - Reiseberichte - Nordamerika - USA - Alaska - Denali Nationalpark und Preserve (Teil 1)

Denali Nationalpark und Preserve (Teil 1)

Geschrieben von am 6. März, 2011 mit 0 Kommentaren

Einer der zugänglichsten und begehrtesten Nationalparks in Alaska ist der „Denali National Park & Preserve“ in Zentralalaska, welcher 1917 gegründet wurde. Der Nationalpark ist gut mit einem Auto zu erreichen, diese Tatsache macht ihn sehr beliebt und gerade in den Sommermonaten ist er häufig überlaufen. Unser Weg bringt uns, ausgehend von Anchorage, über den Alaska Highway 1 ( Glenn Highway ) und den Alaska Highway 3 ( George Parks Highway ) direkt zu seinen Pforten. Nur eine einzige Parkstraße ermöglicht das unglaubliche Areal von 25.000 km2 zu befahren und zu erkunden.


Die einzig befahrbare Straße in den Denali National Park

Für uns lag der Reiz vor allem in der Weite, der puren Natur mit ihrer vielfältigen Tierwelt und dem höchste Berg des Kontinents – dem Mount McKinley oder auch „Denali-der Hohe“ genannt. Der höchste Berg des Kontinents gehört zu den „Seven Summits“ und seine Höhe beträgt gewaltige 6194 Meter. Uns war schon bewusst, dass das Dach des Kontinents für uns unerreichbar ist, daher konzentrierten wir uns auf das „Erleben“ am Fuße des Berges. Dies benötigte einiges Vorplanung und Eigeninitiative unserseits – was jedoch gut machbar war.

Wir nahmen uns vor die Distanz zwischen uns und dem Berg auf ein Minimum zu reduzieren. Hierzu bot sich der Nationalpark Campingplatz am Ende der Parkstraße beim Wonder Lake an, welcher von seiner Beschreibung sehr vielversprechend und idyllisch klang. Wir entschieden uns daher schon ein halbes Jahr im Voraus 5 Tage am Wonder Lake zu verbringen. Mit dieser Entscheidung wollten wir die Wahrscheinlichkeit, den Denali in kompletter Größe und Farbenpracht erleben zu können, klar steigern.

Der vom Nationalpark eigens organisierte „Camper Bus Shuttle“ war eine gute Möglichkeit die 85 Meilen lange Parkstraße zu befahren und somit buchten wir diese längste Distanz für unser Vorankommen innerhalb des Parks. Am Ende dieser Tour würde uns dann der Wonder Lake erwarten.
An den Pforten des Nationalparks angekommen bleiben wir am ersten Tag innerhalb der privat befahrbaren Teilstrecke der Parkstraße. Dieser Abschnitt beträgt 14,8 Meilen und endet an der Savage River Check Station. Schon zu diesem Zeitpunkt wird unsere Begeisterung entfacht.


Erste Blicke auf die Alaska Range und dem Denali ...

Der Tag überrascht uns mit einer Sonnenscheindauer von 6 Stunden und einer Farbenpracht, die uns gleich zu einer Erkundungstour über den „Savage River Loop Trail“ motiviert. Die Tagesausbeute sind verspielte „Chipmunks“, ein Murmeltier, Elche, ein Wolf und die pure Natur selbst und am Ende diese Tages zeigt sich uns der Denali dann zum ersten Mal in seiner vollen Pracht.

Elche anzutreffen gehört in Alaska fast zur Tagesordung ...

Am zweiten Tag erwarteten uns die 85 Meilen Schotterpiste bis zum Wonder Lake und ein „Althippie“ als Busfahrer, welcher uns auf der grandiosen Tour durch die subarktische Landschaft des Denali Nationalparks gekurvte. Auf der 6-stündigen Fahrt streifen wir alle markanten und
bekannten Punkte der Parkstraße.


Amerikanische Schulbuse sind wenig komfortabel, aber dafür entschädigt einen die Umgebung des National Parks ...

Wie schon erwähnt sind die ersten 14,8 Meilen mit einem Privatauto befahrbar, danach gibt es einen Kontrollpunkt und nur die vom Nationalpark geführten Busse sind autorisiert diesen zu passieren und somit den Rest der Parkstraße zu befahren. Im Bereich des Kontrollpunktes unterteilt der „Savage River“ den „Front Country“ Bereich vom „Back Country“ Bereich des Parks.

Die Fahrt beginnt in der Taiga und schon nach wenigen Meilen befinden wir uns oberhalb der Baumgrenze. Die dortige Tundra eröffnet uns enorme Weitblicke.

Der Mount McKinley versteckt seine beachtliche Größe die meisten Tage eines Jahres hinter dicken Wolkenschleiern.

Die erste Station auf der Parkstraße ist der „Primrose Ridge“. Beim guten Wetter hat man von hier eine wundervolle Sicht auf die „Alaska Range“ und die Wildtiere der Umgebung. Danach fährt der Bus mehrere Meilen am Teklanika River entlang, über den Sable Pass witer zur nächsten Station der Parkstraße dem Polychrom Pass. Hier machen wir einen kurzen Zwischenstopp und können dabei die grandiose Aussicht bewundern. Unser Blick wandert über Berge, Gletscher und trockengelegte Flusstäler, die sich uns in allen nur möglichen Farben präsentieren. Im weiterem Verlauf befahren wir die höchste Stelle des Parks den „Highway Pass“, welcher 1212 Meter misst. Von hieraus konnten wir, sich auf Schneefeldern abkühlende, Karibus beobachten.

Karibus halten sich gerne die Mücken vom Leib indem sie sich auf kühlende Schneefeldern ausruhen.

Das seit 2008 neu errichtete Eielson Visitor Centre ist eine weitere Anlaufstelle, auch hier ist beim guten Wetter die Aussicht außerordentlich und der Denali gut sichtbar.

Im Endspurt führt uns die Parkstrasse am Thorofare River, Muldrow Glacier und dem McKinley River entlang bis zum Wonder Lake. Der Wonder Lake selbst ist ca. 6 Kilometer lang, 85 Meter tief und somit ein Eldorado für Seeforellen, Seehechte, Aalquappen und Elche – die sich bauchtief in den See begeben um an den Wasserpflanzen zu knabbern.

Nach ca. 6 Stunden und unzählbaren Eindrücken sind wir da!

Dieses ist der 1. Teil des Reiseberichts über unseren Besuch im Denali Nationalpark, den zweiten Teil des Berichts findet ihr hier Denali Nationalpark und Preserve (Teil 2).

Unsere Empfehlung an Reiseführern für diese Region:

Schreibe uns einen Kommentar

Suche

Fotogalerie

Elch auf der Suche nach Abkühlung und Essbaren ... Mit ständige Begleitung am Wonder Lake alaska-mccarthy-kennicott-1000-8 alaska-brooks-falls-camp-1000-32 alaska-brooks-falls-camp-1000-41 alaska-brooks-falls-camp-1000-50 alaska-homer-spit-1000-14 alaska-homer-spit-1000-5 alaska-homer-spit-540-1

Chief Joseph, Nez Percé:

"Ihr könnt genausogut erwarten, dass die Flüsse rückwärts fließen, als dass ein Mensch, der frei geboren wurde, damit zufrieden ist, eingepfercht zu leben, ohne Freiheit, zu gehen, wohin er beliebt!"