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Denali Nationalpark und Preserve (Teil 2)

Geschrieben von am 6. März, 2011 mit 0 Kommentaren

Dieses ist der 2. Teil des Reiseberichts über unseren Besuch im Denali Nationalpark, den ersten Teil des Berichts findet ihr hier Denali Nationalpark und Preserve (Teil 1).

Wir stellen unser Zelt am „Fuße des Berges“ auf – die Distanz zum Gipfel des Denali liegt jetzt nur noch bei ca. 45 Kilometern. Nachdem unsere halbe Tonne Proviant bärensicher verstaut war, unsere Gesichter moskitosicher eingepackt waren, konnten wir endlich die unglaubliche Kulisse bestaunen und langsam anfangen zu begreifen, welch ein Naturschauspiel uns hier in Empfang genommen hat.


Zeltplatz mit 5-Sterne Aussicht ...

Der Denali zeigte sich uns in seiner ganzen Pracht!

Am dritten Tag ist das Wetter für den McKinley Bar Trail perfekt. Dieser 12 Kilometer lange Trail, der kaum Höhenmeter aufweist, ist optimal für eine Wanderung bei großer Hitze. Am Ende des Trails landen wir in einem Flussbett, welches eine beachtliche und neue Perspektive auf den Denali darbietet. Die Wolkenformationen begünstigen die Sicht, die Mückenschwärme wiederum nicht!

Am Ende des McKinley Bar Trail ...

Am vierten Tag machen wir uns mit einigen Pfannkuchen im Magen zur einer privaten „Bärenjagd“ im Denali NP auf.

Wir steigen beim Eielson Visitor Center (Meile 66) aus dem Camper Bus, wandern noch mehrere Meilen in Richtung Westen, legen uns dann in die Tundra und warten voller kindlicher Vorfreude auf die Dinge die da kommen. Die Ruhe ist unbeschreiblich und die Weite berauschend. Vielleicht gelingt es uns deswegen nicht, auch nur einen einzigen Grizzly zu sichten, denn in der Weite verliert sich so einiges.


Wenn schon kein Bär zu sehen ist, dann kann man ja wenigstens von einem träumen ...

Erst einen Tag später auf dem Weg zum Polychrom Pass erspäht unser Busfahrer gleich dreimal Grizzlybären und somit auch wir. Der Bus erleidet dreifachen Seitenschlag und die Kameras sind im Dauereinsatz – trotz dieser bizarren Ausgangssituation sind wir glücklich dieses erleben zu dürfen.

Endlich - eines der Highlights des Parks vor der 400mm Linse ...

Für die Romantik wollten wir natürlich auch etwas tun und daher wurde ein Abend am Wonder Lake geplant.

Blick auf dem Wonder Lake im Licht der untergehenden Sonne

Maskiert mit Moskitonetzen und moskitosicheren Klamotten machten wir uns auf den Weg. Dabei wurde uns schnell bewusst, dass wir den Abend wohl mit Millionen von Mücken teilen müssen. Dieses hätten wir wahrscheinlich nicht überlebt und somit brachten wir lieber unsere letzten Blutreserven in Sicherheit – dies ist auch Natur pur!

Mücken verfolgen einen auf Schritt und Tritt!

An dieser Stelle möchte ich noch den intensivsten Augenblick im Park erwähnen.

In der Nacht vom dritten auf den vierten Tag wird Daniel, wie er später berichtet, von dem Berg – dem Denali- geweckt! In dieser Nacht macht er seine eindrucksvollsten Aufnahmen vom Denali!

Blick auf dem Wonderlake im Licht der untergehenden Sonne

Das intensive Zusammenspiel der Farben, entfacht durch die ersten Sonnenstrahlen auf dem Denali, zieht uns Beide in seinen Bann! Daniels Eintrittskarte für dieses Erlebnis sind 80 Mückenstiche und ein mitleidiges Lächeln meinerseits.

Für solche Bilder lohnt es sich doch mal um ca. 3:30 Uhr den warmen Schlafsack zu verlassen ...

Wie wir später erfahren ist diese Szenerie gleichzeitig sehr trügerisch, alleine in diesen 5 Tagen versterben 2 Meschen bei der Besteigung des Denali!

Am Tag der Abreise verlassen wir das Wonder Lake Areal mit einem weinendem und einem lachendem Auge. Auf der 5-stündigen Rückfahrt im nostalgischen Schulbus verabschiedet sich der Park mit einer großen Überraschung von uns! Es ist die langersehnte Grizzly Mama mit ihrem „Cup“ beim Herumtollen auf den saftigen grünen Wiesen des Denali Nationalparks!

Welch´ ein Abschied!

Wir kommen voller intensiver Eindrücke vor den Toren des Nationalparks an und wissen, diese 5 Tage werden wir niemals vergessen!

PS. Laut Statistik ist der Denali nur an 3-4 Tagen im Monat frei von Wolken zu bewundern – was für ein Volltreffer!

Unsere Empfehlung an Reiseführern für diese Region:

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Sonnenaufgang am Mount McKinley Mit ständige Begleitung am Wonder Lake alaska-brooks-falls-camp-1000-17 alaska-brooks-falls-camp-1000-24 alaska-brooks-falls-camp-1000-49 alaska-brooks-falls-camp-1000-59 alaska-valdez-columbia-bay-glacier-1000-5 alaska-valdez-columbia-bay-glacier-1000-7 alaska-homer-spit-540-2

Chief Joseph, Nez Percé:

"Ihr könnt genausogut erwarten, dass die Flüsse rückwärts fließen, als dass ein Mensch, der frei geboren wurde, damit zufrieden ist, eingepfercht zu leben, ohne Freiheit, zu gehen, wohin er beliebt!"