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Arches Nationalpark – Utah / USA

Geschrieben von am 29. Juli, 2012 mit 0 Kommentaren

Der Arches Nationalpark mit seiner größten Konzentration an Steinbögen durfte auf unserer Entdeckungsliste nicht fehlen.

Wir besuchten den Nationalpark im September, das Wetter war traumhaft schön, konstanter Sonnenschein, der uns gute Laune verschaffte. Wir hatten Lust zu wandern und zu entdecken. Zwei unserer Aktionen sind uns in sehr lebendiger und abenteuerlicher Erinnerung geblieben.

Steinskulpturen und Bögen findet man unzählige im Arches National Park

Eine davon war die Teilwanderung auf dem „Devils Garden Trail“, der uns zum Double-O-Arch führte. Die gesamte Wanderung ist wunderbar für eine Halbtageswanderung geeignet. Im letzten Teilstück ist ein langer ungesicherter Felsgrat zu begehen, daher wird diese Wanderung nur für Personen mit guter Kondition und genügend Wasservorrat für unterwegs empfohlen.

Blick durch den großen Bogen des Double-O-Arch im Arches National Park

Der Ausgangspunkt unserer Wanderung ist ab dem Devils Garden Trailhead.

Auf dieser Tour gibt es mehrere Steinbögen zu sehen, der erste der wirklich unsere Aufmerksamkeit bekam war der „Landscape Arch“. Mit seiner beeindruckenden Spannweite von knapp 92 Metern ist er einer der größten Bögen der Welt!

Der Landscape Arch - dem größtem Bogen im Arches National Park

Entstanden durch Erosionen und Verwitterung gehört er zu der Sammlung der über 2000 Arches in diesem Nationalpark und es bedarf einer längeren Pause zur vollständigen Betrachtung.

Der zweite wirklich faszinierende Arch ist der Double-O-Arch gewesen, den wir über Sandwege, kleine Schluchten und Slickrocks erreichten.

Der Double-O-Arch mit seinem zwei Bögen im Arches National Park

Auch er enttäuschte uns mit seiner Pracht und dem Ausblick den er uns ermöglichte nicht. Wir ließen uns viel Zeit für dieses Wunder der Natur. Der zweite Höhepunkt in Sachen Wanderung war für uns definitiv der Aufstieg zum Delicate Arch, der uns ca. 150 Höhenmeter und 1,5 Meilen über Slickrocks überwinden ließ.

Der Delicate Arch liegt im östlichen Teil des Parks, 2,5 Kilometer von der Wolf Ranch entfernt, insgesamt benötigten wir für den Fußweg ca. 1 Stunde, mit kleinen Fotopausen.

Der Traum war es den Delicate Arch bei Sonnenuntergang erleben zu können und somit brachen wir gezielt abends gegen 17:00 Uhr auf. Es stiegen auch andere Personen mit uns auf, alle angetrieben von der gleichen Idee, es hatte etwas Wundervolles!

Oben angelangt besetzte jeder einen „Sitzplatz“, als ob er für ihn vorbestimmt gewesen wäre. Die Menschen saßen im Halbkreis, es hatte die Atmosphäre eines Amphitheaters und eine unglaubliche Anziehungskraft.

Versammlung am Delicate Arch kurz vor Sonnenuntergang.

Alle warteten ganz ruhig auf „den“ Moment und dann begang die Sonne ihr allabendliches Lichtspiel zu entfachen. Das orange / rote Gestein des Arch und seine Umgebung intensivierten ihre Färbung von orange bis violett mit dem letzten Sonnenlicht.

Delicate Arch im letzten Licht des Tages.

Wir fühlten uns bei diesem Farbenspiel und diesem fantastischem Ausblick wie Glückskinder, die auch hier einem Wunder zugucken durften. Das Klicken der Kameras war gefühlt das einzige Geräusch in der Weite des künstlerischen Moments. Insbesondere als der Delicate Arch die dahinter liegenden La Sal Mountains einrahmte.

Der Abstieg im Halbdunkeln war mit einer Taschenlampe ausgerüstet gut zu bewältigen. Wobei uns einzigartige Wolkenformationen als Begleiter glücklich am Campingplatz in Moab ankommen ließen. Wow!

Infokasten:

Reisezeit: ganzjährig, doch sind Frühjahr und Herbst die besten Jahreszeiten

  • ab 1971 gilt der Arches Nationalpark als Nationalpark
  • der Arches Nationalpark liegt im Bundesstaat Utah, am Colorado River
  • der höchste Punkt liegt bei 1696 Metern, der tiefste bei 1225 Metern(Parkeingang) über dem Meer
  • die Parkstraße, der Arches Scenic Drive beträgt in eine Richtung 18 Meilen, von ihr aus erreicht man z.B. The Windows Section, die Wolfe Ranch, Balanced Rock(ein 39 Meter hoher Felsturm) und weitere Naturkunst, die ohne viel körperlichen Aufwand zu erleben ist
  • es ist wichtig auf den markierten Wegen zu bleiben, um das sensible Ökosystem der Hochwüste nicht zu gefährden
  • ab Moab 5 Meilen nordwärts auf der US bis zum Parkeingang

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